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28.09.2010 - Edy
Hallo
Ueber dieser sehr schoene Seite moechte ich die Gelegenheit nutzen um Herrn Hannjoerg Witte, Trainer des Team SV Blau Weiss Rebensgruen e.v zum Geburtstag gratulieren
viele liebe Gruesse
Editha
19.10.2009 - Janko Ry.
Liebe Vogtländer,
mit Freude habe ich aus der Ferne von Afghanistan verfolgt, dass ein Pelletwerk im Rebesgrüner Gewerbegebiet gebaut werden soll, somit Arbeitsplätze geschaffen werden und Steuergelder in den Haushalt fliesen. Um so erstaunter war ich gewesen als ich hörte, dass dies Grund zur Diskussion gibt und mit welchen Unzulänglichkeiten versucht wird zu argumentieren oder eher zu propagieren.
Wieviel Eltern, Kinder oder Familienangehörige hat es denn in den Westen verschlagen?
Nur um etwas mehr Geld als voher zu verdienen und dafür seine schöne Heimat und das Umfeld aufzugeben oder einfach nur aus existenziellen Gründen.
Wir sollten alle dankbar sein, dass Arbeitsplätze in unserer Region geschaffen werden und das ist in der heutigen Zeit schwerer denn je. Die Investitionszuschüsse verlagern sich immer weiter in den Osten und der Osten Deutschlands muss sich langsam selber tragen. Um so wichtiger ist es einen Bürgermeister zu haben, der Investoren zu uns in die Region lockt und diese attraktiv präsentiert.
Als ich dann diese Contra Argumente und eher Belanglosigkeiten der Leute gehört habe, musste ich mich leider schämen fur Euch.
Ihr redet von Lärm- und Geruchsbelästigung und Lkw Verkehr und verwendet Wörter wie unzumutbar.
Ich war zwar noch nicht so alt gewesen, aber bis zum 11. Lebensjahr habe ich die DDR noch in vollen Zügen miterlebt und ich kann mich mit Grauen an die Lärm- und Geruchsbelästigung erinnern, von den lauten, stinkenden Trabis oder den Gestank der Kohleöfen und den anderen vielen schädlichen und gefährlichen Dingen, mit denen wir früher belastet waren, wie unsere tollen Müllkippen (wo wir als KInder völlig unbedenklich spielen durften).
Leider geraden solche Dinge schnell in Vergessenheit.
Ihr solltet lieber mit dem Bürgermeister auf einer Seite stehen und sehen das die Probleme wie vielleicht der zu erwartente Anstieg des Lkw Verkehrs sachlich zu einer Lösung gebracht werden und so schnell wie möglich Investoren zu uns kommen.
Es gibt nichts schlimmeres als das sich jemand für die Region bemüht und dann gibt es solche Miesepeter, die alles wieder kaputt machen was einer mühevoll aufgebaut hat.
Vielleicht solltet ihr, die Arbeit und Wohlstand haben, zurückstecken, zum Wohle der Allgemeinheit und der Zukunft der Kinder.
Und glaubt mir, ich weiß wovon ich rede und ich weiß was es heißt Entbehrungen in Kauf zu nehmen. Ich wollte nie von meiner Heimat weg und war nun 11Jahre verstreut in Deutschland und davon über zwei Jahre im Ausland.
Aber vielleicht ist das der Blickwinkel der Euch fehlt.
Übrigens freue ich mich über jedes Unternehmen was sich bei uns ansiedelt und investiert und besonders über solche die es aus eigener Kraft geschafft haben.
Ein super Beispiel für mich ist die Fitnesshotline von Andreas Arzt und Yves Geipel. Respekt für diese Eigenleistung und die geschaffenen Arbeitsplätze.
PS:
Meinen Namen schreibe ich nur deshalb nicht aus, da es den nun mal nicht so oft gibt, aber die meisten kenne mich ja.
In diesem Sinne ein freundliches "Glück Auf" in meine Heimat!
23.09.2009 - M.
Es ist schon sehr lustig, mit welchen Argumenten zu dieser gesamten Diskussion beigetragen wird. Ich als Akademiker vermisse vor allem konstruktive Beiträge, fachlich korrekt und weniger von Emotionen geleitet. Mir persönlich stellt sich vor allem folgende Frage: Warum jetzt erst diese Diskussion, nach dem ein Investor nun Interesse an diesem (extrem gering ausgelasteten) Standort begehrt? Als Anwohner einer Ortes sollte man sich schon mit den Gegebenheiten und Gepflogenheiten eines Bebauungsplans befassen. Denn hier hätte man sich schon längst gegen ein Industrie-/Gewerbegebiet weigern können, denn wofür existieren solche Gebiete? Wohl kaum tragen sie zum Naherholungseffekt bei. Aber hier einige Beispiele, um dies auch dem Laien veranschaulichen zu können:
Zunächst erfolgt ein Aufstellungsbeschluss. Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens, hat der Bürger die Möglichkeit, sich über die zukünftige Planung zu informieren, auch Äußerungen vorzubringen, sogar im BauGB § 3 Abs. 1 definiert als "frühzeitige Bürgerbeteiligung". Über die von den Bürger gemachten Äußerungen, entscheiden die zuständigen Fachausschüsse. Im selbigen § des BauGB, Absatz 2 wird dem Bürger nochmals die Möglichkeit gegeben, sich zur Planung zu äußern. Wenn man allerdings sich nie die Mühe macht, Gesetzestexte zu lesen, von seinem demokratischen Recht und der Partizipation nicht Gebrauch macht, ist salopp gesprochen - selber schuld.
11.07.2009 - Horst Helbig
Ich habe mich nach längerer Zeit wieder mal auf der Seite von Rebesgrün im Internet eingeklickt. Besonders die Rubrik Pelletwerk ist für mich immer interessant; besonders die Leserbriefe. Es ist schon erstaunlich was Menschen so von sich geben, wenn sie sich hinter einem "Künstlernamen" verstecken können.
Doch zur Sache:
Als interessierter und heimatverbundener Bürger nahm ich am 04.07.09 an der Reise ins Pelletwerk Fügen teil. Der erste Eindruck war recht gut. Hier stand im breiten und flachen Teil des Zillertal´s ein riesiges Sägewerk, welches sein unverwertbares Restholz in einem Bio-Masse-Kraftwerk vor Ort verarbeitet, die Bevölkerung (die nächste Wohnbebauung ist ca. 1 000 Meter entfernt) mit Fernwärme versorgt und somit 12 000 Lkw-Fahrten pro Jahr einspart. (In Rebesgrün würden es statt weniger ca. 30 000 Fahrten mehr sein)
Der zweite Blick machte aber dann schon sehr nachdenklich. Wir waren gegen 12.30 Uhr vor Ort. Uns wurde eine Industrieanlage im Ruhezustand vorgeführt, denn hier ist Sonnabend 11.30 Uhr Feierabend. (Anders als in Rebesgrün, wo geplant ist sieben Tage die Woche zu arbeiten) Kehrmaschinen haben das Gelände auf Vordermann gebracht, weit und breit kein Beschäftigter, nur das Heizwerk war in Betrieb. Obwohl im Werk nicht gearbeitet wurde, ging allein von dieser Anlage eine Lärm-, Geruchs- und Staubbelästigung aus, die ich mehr als nur störend empfand. Wie mag das erst sein, wenn dort auch noch Pellet produziert werden. Aber bei dieser Besichtigung ging es auch nicht um eine objektive Informationsveranstaltung. Das war schlicht und einfach eine Alibi-Aktion. Den nichtmitgereisten Bürgern kann man das unter der Rubrik verkaufen:
Mann hat hat jeden die Möglichkeit gegeben sich eine objektive Meinung zu bilden.
Für mich stellt sich die Frage: Wenn man es wirklich ehrlich meint, warum wurde bis heute diese Fahrt noch nicht ausgewertet????
Die Antwort ist eigentlich sehr einfach: Hier soll ein Prestige-Objekt durchgezogen werden, denn der bis jetzt immer angeführte Hauptgrund (Arbeitsplätze) spielte in den Gesprächen, die untereinander geführt wurden, keine Rolle mehr.
Eine Episode am Rande: Bei der Führung durch das Schauwerk fragte ich den jungen Mann, der die Führung leitete: Wie viel Leute arbeiten hier? Antwort: (Originalton): äh,äh,äh ich würde sagen eher wenige.
Fazit: Für mich war die Fahrt eine Bestätigung meiner Ablehnung gegen dieses geplanten Monsterwerk.
In Unterlauterbach hat der Landkreis ein Umweltzentrum eingerichtet, um Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den Schutz der Umwelt zu sensibilisieren. Es werden Krötenzäune errichtet, damit Frösche nicht von Fahrzeugen überfahren werden. Aber es gibt leider keine Einrichtung, die uns vor Leute schütz, die, aus welchen Grund auch immer, bereit sind mindestens 18 000 000,00 € (in Worten: achtzehn Millionen) an Steuergelder für ein mehr als fragwürdiges ökonomisches und vor allem ökologisches Experiment zu verschleudern.
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